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  • St. Pauluskirche

    Barockes Juwel im gotischen Schrein

    Sie strahlt, die St. Pauluskirche in der Nähe der Schelde. Früher war sie einmal die Kirche des Dominikanerklosters, jetzt ist sie eine pulsierende Pfarrkirche. Die St. Pauluskirche ist weltweit der einzige Ort, an dem Sie Werke der Antwerpener Meister Rubens, Van Dyck und Jordaens nicht nur zusammen, sondern auch noch an dem Ort bewundern können, für den sie einst geschaffen wurden. Sie finden dort über 50 Gemälde und 200 prächtige Skulpturen. Auch das herrliche Mobiliar und die imposante Orgel sind einen Besuch wert. Draußen liegt ein dramatisch-epischer Kalvariengarten über das Leiden Christi und seine Auferstehung. An Feiertagen ist die Kirche randvoll. Die Orchestermessen verleihen ihr dann eine zusätzliche Dimension.

    Besucheradresse

    Sint-Paulusstraat
    2000 Antwerpen

    Eintrittspreise

    € 5

    € 3 (Gruppen ab 15 Personen, Studenten)

    € 0 (Besucher unter 18 Jahren, Betreuer von Besuchern mit Behinderungen, Inhaber einer ICOM-Karte, Inhaber einer Antwerp City Card, jeden ersten Dienstag im Monat)

    Öffnungszeiten *

    April – Oktober
    Täglich: 14.00 – 17.00 Uhr

    November – März
    Samstag und Sonntag: 14.00 – 17.00 Uhr

    * Die Öffnungszeiten sind unter Vorbehalt und können aus liturgischen Gründen geändert werden.

    Messen

    An Sonn- und Feiertagen um 10.30 Uhr

    Orchestermessen – Orgelmesse – Solistenmesse (Gesang oder instrumental) – Gregorianischer Gesang

    Weitere Informationen über die Arbeit der Pfarrei und die Gemeindearbeit finden Sie hier.

    Erreichbarkeit

    Zu Fuß: Vom Hauptbahnhof Antwerpen-Centraal sind es ungefähr 25 Minuten Fußweg bis zur Kirche

    Mit dem Fahrrad: Velo-Stadtradstation Nr. 50 (Klapdorp), Nr. 49 (Tolhuis) und Nr. 58 (Noorderterras). Weitere Informationen finden Sie auf www.velo-antwerpen.be

    Mit dem Auto: In geringer fußläufiger Entfernung befinden sich mehrere öffentliche Parkhäuser wie u. a. Parking Scheldekaaien Noord

    Achtung: Denken Sie bitte daran, dass die gesamte Antwerpener Innenstadt zur Umweltzone erklärt wurde. Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.slimnaarantwerpen.be/LEZ

    Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: die Kirche ist mit der Straßenbahn 7 (in Richtung Eilandje – Haltestelle Klapdorp) erreichbar. Von dort sind es nur noch wenige Minuten zu Fuß.

    Planen Sie Ihre Route auf Google Maps

    Kontakt

    Sint-Paulusstraat 22
    2000 Antwerpen

    info@sintpaulusantwerpen.be
    tel. + 32 (0)3 231 31 48
    www.sintpaulusantwerpen.be
    facebook | instagram

    Für Einzelbesucher

    April – Oktober
    Täglich: 14.00 – 17.00 Uhr

    November – März
    Samstag und Sonntag: 14.00 – 17.00 Uhr

    • Auf Niederländisch, Französisch, Englisch und Deutsch
    • Kostenlos ohne vorherige Buchung

    Für Gruppen

    • Auf Niederländisch, Französisch, Englisch und Deutsch
    • 85 € pro Gruppe für eine maximal zweistündige Führung
    • Maximal 20 Personen pro Gruppe

    Es werden auch Führungen für Schulen, sowie wie für Blinde und sehbehinderte Menschen angeboten.

    Bitte immer im Voraus buchen. Bei der Buchung werden maßgeschneiderte Vereinbarungen getroffen.

    Informationen und Buchungen per E-Mail an sintpaulusvrienden@proximus.be oder telefonisch unter der Nummer +32 (0)3 232 32 67.

    Überraschung

    Die St. Pauluskirche ist ein Wahrzeichen des alten Antwerpener Hafenviertels. Dort erwarten Sie eine imposante Überraschung und ein intensives Erlebnis. Freuen Sie sich auf den künstlerischen Reichtum der Kirche (ein wunderbares Ensemble), die Stille mitten im Herzen der Stadt und die pulsierende Gemeindearbeit.

    Von der Kloster- zur Pfarrkirche

    1571 war ein wichtiges Jahr im Leben der St. Pauluskirche. Fast drei Jahrhunderte nach dem Bau der ersten kleinen Kirche wurde eine neue, größere Kirche eingeweiht, deren Standort auch etwas erhöht worden war, weil die alte Kirche bei Springflut des Öfteren unter Wasser stand.

    Die Kirche war Bestandteil des größten Klosterkomplexes der Dominikaner. Sie ließen sich bereits in den 1240er Jahren in Antwerpen nieder, um dort den wahren Glauben zu verkünden. 1796 wurde ihr Kloster von der französischen Regierung aufgelöst und einige Jahre später die St. Pauluskirche dann zu einer Pfarrkirche. Die Ausstattung war zum Glück von Zerstörungen verschont geblieben. Das war auch der Fall, als 1968 ein großer Brand in der Kirche ausbrach. Die Schäden konnten inzwischen behoben werden.

    Licht und Raum

    Die St. Pauluskirche ist zwar ein gotisches Bauwerk, das Mobiliar und die Kunstwerke, sowie auch die imposante Bekrönung des „Laternenturms” stammen jedoch größtenteils aus dem barocken 17. Jahrhundert. Auch das Portal ist der Barockzeit zuzuordnen. Die bemerkenswerte Tiefenwirkung in der Kirche wird u. a. durch den sehr langen Chor hervorgerufen. Licht und Raum erzeugen ein virtuoses Spiel. Strenge Gotik und dynamischer Barock bilden eine wunderbare Harmonie.

    Schatzkammer

    Seit 2001 können Sie auch die Schatzkammer der Kirche besuchen, die Objekte aus sage und schreibe 800 Jahren beherbergt. Was dort bewundert werden kann, stammt teilweise aus dem ehemaligen Dominikanerkloster, sowie aus der verschwundenen Antwerpener St. Walburgiskirche und zwei Jahrhunderten als Pfarrkirche. Neben strahlenden goldenen, mit Diamanten besetzten Kirchenschätzen können Sie hier auch Zeugnisse frommer Gemeindemitglieder entdecken.

    Entdecken Sie mehr über die Geschichte der Kirche (topa.be)

    In der St. Pauluskirche können Sie die ausgewogene reiche Innenausstattung bewundern, die Antwerpener Maler, Bildhauer und Möbelschreiner für diesen Ort geschaffen haben: ein wunderbar helles und leichtes Interieur erfüllt von verspielter Bewegung.

    Fünf Höhepunkte

    1. Serie von Meisterwerken erstklassiger Maler

    Wer gut hinschaut, erkennt vielerorts Rosenkränze, die Gebetskette der katholischen Gläubigen. Das hat seinen Grund: Papst Pius V., ein Dominikaner, schrieb 1571 den Sieg der spanisch-venezianischen Flotte über die türkische Marine vor der italienischen Stadt Lepanto der Kraft des Rosenkranzgebets für Maria zu. Noch im selben Jahr wurde in Antwerpen der Orden des Heiligen Rosenkranzes gegründet, der auch heute noch besteht.
    1617 finanzierten u. a. die Mitglieder dieses Ordens eine zusammenhängende Spitzenserie bestehend aus 15 Gemälden angefertigt von 11 Antwerpener Meistern, darunter auch Rubens, Van Dyck und Jordaens. Sie hängen bis heute an der Stelle, für die sie einst geschaffen wurden, und stellen die 5 freudenreichen, die 5 schmerzhaften und die 5 glorreichen Geheimnisse aus dem Leben Marias dar.

    2. Glaube und Wahrheit

    Peter I. Verbrugghen und sein Sohn fertigten 1670 den marmornen Hauptaltar an und verwendeten dabei die Farben der Dominikaner: Schwarz und Weiß. Weiß symbolisiert die Armut, für die sich die Mönche entschieden, und schwarz Trauer und Schmerz über den sündigen Menschen. Glaube und Wahrheit sind für die Mönche von ausschlaggebender Bedeutung. Genau das stellen auch die beiden Figuren oben rechts dar.

    3. Meisterwerke der Holzschnitzkunst

    Wie stellt man den Kampf zwischen Gut und Böse dar, der in jedem Menschen herrscht? Reue und Buße? Sehen Sie sich die 10 Beichtstühle von Peter I. Verbrugghen und seinem Atelier (1658-1660) einmal etwas genauer an. Sie regen schon allein aufgrund der rund 500 kleinen Engel samt ihrer Attribute die Fantasie an. Sie bekommen davon (trotz all Ihrer Sünden) schlagartig gute Laune und auch die 40 lebensgroßen Figuren tragen sicher mit dazu bei.

    4. Orgel von europäischem Format

    Die imposante Orgel – ein europäisches Meisterwerk – sollten Sie sich unbedingt anhören. Das ist beispielsweise bei den Orchestermessen möglich, die an Feiertagen in der St. Pauluskirche stattfinden. Der Orgelschrank wurde in den 1650er Jahren von Peter I. Verbrugghen geschaffen. Das Instrument selbst ist mehrmals – u. a. 1730 von dem großen Jean-Baptiste Forceville – umgebaut worden.

    5. Stummes Freilichttheater: der Kalvarienberg

    Dieses theatralische Gruppenkunstwerk – ein erstarrtes Freilichttheater – stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es besteht aus sage und schreibe 63 lebensgroßen Skulpturen und 9 Reliefs. Den Höhepunkt bildet der eigentliche Kalvarienberg, ein künstlich angelegter Felsen. Christi Tod am Kreuz und seine Auferstehung aus dem Grab bilden das Kernstück des christlichen Glaubens.

    Entdecken Sie mehr über die reiche Sammlung der Kirche (topa.be)

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