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  • Liebfrauenkathedrale

    Gotisches Juwel und pulsierende gemeinde

    Die Kathedrale mit ihrem hohen Nordturm aus filigranem Spitzenwerk ist das größte gotische Kirchengebäude der Niederlande. Die Maria geweihte Kirche ist der Stolz Antwerpens. 1521 war sie nach einer 170-jährigen Bauzeit endlich fertig. Wenn man sie betritt, spürt man es sofort: Diese Kirche strebt nach etwas Höherem. Was Sie dort sehen, ist zum Teil Barock und teilweise auch Neugotik aus dem 19. Jahrhundert. Das Mobiliar, die Bleiglasfenster, die Grabmonumente, Gemälde und Skulpturen, die Orgeln, usw. haben eine hervorragende Qualität. Hinzu kommen die vier Werke von Rubens, darunter auch die weltberühmte Kreuzaufrichtung und Kreuzabnahme. Die alte Kunst geht einen Dialog mit zeitgenössischen Werken ein und folgt dabei der lebendigen Kirchengemeinde, die ihre jahrhundertealte Tradition in die heutige Gesellschaft einbettet.

    De Plek, ein Ort der Begegnung in der Kathedrale

    In der ehemaligen St. Johanneskapelle neben der Sakristei der Liebfrauenkathedrale in Antwerpen befindet sich ein verstecktes Juwel: De Plek.
    Auf der Karte werden u. a. die leckeren Hausbiere der Kathedrale Aurora und Memento, sowie einige köstliche Gerichte für den kleinen Hunger angeboten. Außerdem verfügt De Plek über eine Terrasse, die einen Blick auf die Kathedrale bietet, den Sie nirgendwo sonst genießen können. Kirchgänger, Touristen und Antwerpener finden dort sicher etwas nach ihrem Geschmack.

    Wir heißen Sie herzlich willkommen während der Öffnungszeiten der Kathedrale (Dienstag ist De Plek geschlossen).

    Besucheradresse

    Handschoenmarkt
    2000 Antwerpen

    Eintrittspreise

    8 €
    6 € (Gruppen ab 20 Personen, Studenten, 60+)
    Eintritt frei (-12 Jahre, Einwohner der Provinz Antwerpen und Inhaber der Antwerp City Card)

    Öffnungszeiten *

    Montag – Freitag: 10.00 – 17.00 Uhr
    Samstag: 10.00 – 15.00 Uhr
    An Sonn- und Feiertagen: 13.00 – 17.00 Uhr

    * Die Öffnungszeiten sind unter Vorbehalt und können aufgrund liturgischer Umstände geändert werden.

    Messen

    An Wochentagen um 16 Uhr
    Samstag um 16 Uhr (mit Orgel) und 17 Uhr (englischsprachige Messe, mit Orgel)
    An Sonn- und Feiertagen um 9 Uhr, 10 Uhr (Orgel und Chor der Kathedrale), 12 Uhr (Orgel) und 17 Uhr (Vesper, mit Orgel)
    Am dritten Sonntag des Monats wird um 12 Uhr eine Familienmesse gefeiert.

    Weitere Informationen über die Arbeit der Pfarrei und die Gemeindearbeit finden Sie hier.

    Erreichbarkeit

    Zu Fuß: Vom Hauptbahnhof Antwerpen-Centraal sind es ungefähr 20 Minuten Fußweg bis zur Kathedrale.

    Mit dem Fahrrad: Velo-Stadtradstation Nr. 60 (Grote Markt), Nr. 17 (Groenplaats) und Nr. 20 (Groenplaats 2). Weitere Informationen finden Sie auf velo-antwerpen.be

    Mit dem Auto: In fußläufiger Entfernung befinden sich mehrere öffentliche Parkhäuser.

    Achtung: Denken Sie bitte daran, dass die gesamte Antwerpener Innenstadt zur Umweltzone erklärt wurde. Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.slimnaarantwerpen.be/LEZ

    Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die Kirche ist vom Hauptbahnhof Antwerpen-Centraal aus mit den Straßenbahnen 5, 9, 15 (in Richtung P+R Linkeroever – Haltestelle Groenplaats) erreichbar. Von dort sind es nur noch wenige Minuten zu Fuß.

    Planen Sie Ihre Route auf Google Maps

    Kontakt

    Groenplaats 21
    2000 Antwerp

    info@dekathedraal.be
    tel. + 32 (0)3 213 99 51
    www.dekathedraal.be/de/

    Für Einzelbesucher

    September – 14. Juli:
    Montag – Samstag um 11.00 und 14.15 Uhr
    An Sonn- und Feiertagen um 14.15 Uhr

    • auf Niederländisch

    15. Juli – August
    Montag – Freitag um 11.00, 14.15 und 15.45 Uhr
    Samstag um 11.00 und 14.15 Uhr
    An Sonn- und Feiertagen um 13.15 und 15.00 Uhr

    • auf Niederländisch, Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch
    • Kostenlos ohne vorherige Buchung

    Für Gruppen

    Es gibt eine Auswahl aus verschiedenen Formaten, die immer im Voraus gebucht werden.

    Tagsüber:
    Klassische Führung durch den öffentlichen Teil der Kathedrale (90 Min.)
    Führung durch die Kathedrale und hinter die Kulissen mit u. a. dem Garten und dem kleinen Turm (120 Min.)

    Am Abend nach der Schließung:
    Klassische Führung durch den öffentlichen Teil der Kathedrale (90 Min.)
    Führung durch die Kathedrale und hinter die Kulissen mit u. a. dem Garten und dem kleinen Turm (120 Min.)
    Orgelvorführung der beiden großen Orgeln von unserem festen Organisten (60 Min.)
    Privates Orgel- oder Chorkonzert

    Nach einer der oben erwähnten Aktivitäten können Sie in unseren Begegnungsraum De Plek etwas trinken oder einen Empfang veranstalten.

    Für Schulen

    Es wird ein dem Alter entsprechendes Programm angeboten, das immer im Voraus gebucht werden muss.

    Informationen und Buchungen per E-Mail an info@dekathedraal.be oder telefonisch unter der Nummer + 32 (0)3 213 99 51.

    Stolz

    Die größte gotische Kirche der Niederlande. Der Stolz der Antwerpener. Ein Wald aus Stein im Inneren. Ein Ort intensiven und lebendigen Glaubens. Kurzum, eine prächtige Kirche: Genau das ist die Liebfrauenkathedrale. Sie wurde früher sogar fast einmal abgerissen…

    Ein bewegtes Leben

    1521: Die Liebfrauenkirche ist nach einer rund 170-jährigen Bauzeit endlich fertig. Errichtet wurde sie an der Stelle einer romanischen Vorgängerin. Zuletzt wurde der elegante, 123 Meter hohe Nordturm – ein wahres Prunkstück – errichtet. Gut 30 Jahre später wurde die Kirche zur Kathedrale, d. h. zum Sitz eines Bischofs.
    Wenig später wütete der Bildersturm und die Calvinisten übernahmen die Macht. Auch die Kathedrale fiel der rasenden Meute zum Opfer. Im 17. Jahrhundert – der Zeit Rubens’ – wurde sie dann im barocken Stil neu ausgestattet. Kaum zwei Jahrhunderte später kam es um 1800 erneut zu einem Kahlschlag: Die Kirche wurde geplündert und sollte sogar abgerissen werden, was der Stadtbaumeister Jan Blom jedoch zum Glück verhindern konnte. Deshalb stammt vieles, das Sie heute in der Kathedrale sehen, aus dem 19. und 20. Jahrhundert und oft auch aus anderen Kirchen.

    Eine Menge Platz

    Die Kathedrale – ein siebenschiffiger Bau mit 48 Riesensäulen, 128 Fenstern und einem hohen, lichterfüllten Chor – übt eine atemberaubende Wirkung auf jeden Besucher aus. Die Antwerpener Kathedrale ist einfach umwerfend. Hier strebt man deutlich nach etwas Höherem. Hinzu kommt, dass diese Kathedrale Jahrhunderte lang von pulsierendem christlichem Leben erfüllt war. Es gab hier zahlreiche Altäre (an den Säulen) und Kapellen, betende Ordensgemeinschaften, Gilden und Zünfte… Hier wurden – und werden auch heute noch – wichtige Augenblicke der Gemeinde in inniger Verbundenheit gefeiert.

    Strahlend

    Die Kathedrale, die in den beiden Weltkriegen zum Glück kaum Schaden nahm, wurde in den letzten 50 Jahren innen und außen gründlich restauriert. Dabei konnten viele neue Erkenntnisse über ihre vorigen Leben gewonnen werden. Jetzt strahlt die Kathedrale wieder: für die Gläubigen, die stolzen Antwerpener und die vielen Besucher.

    Entdecken Sie hier mehr über die Geschichte der Kathedrale (topa.be)

    Das Mobiliar, die vielen Bleiglasfenster und die Kunstwerke in der Kathedrale sind teilweise barock. Ein Großteil ist jedoch neugotisch und stammt somit aus dem 19. Jahrhundert. Einige ältere Werke wurden einst für andere Kirchen angefertigt und sind erst nach der französischen Besatzung hier gelandet. Freuen Sie sich auf eine Entdeckungsreise.

    Fünf Höhepunkte

    1. Viermal Rubens!

    Der Großmeister Peter Paul Rubens schuf für die Kathedrale 5 Gemälde, die sich durch barocke Dramatik und starke Emotionen auszeichnen. Drei davon hängen auch heute noch hier und eins kam hinzu: die wunderbare Kreuzaufrichtung aus der verschwundenen Antwerpener St. Walburgisirche. Weltruhm genießt auch die Kreuzabnahme von Antwerpens berühmtestem Bürger.

    2. Kanzel als Sinnbild der Welt

    Die Kanzel von Michiel van der Voort aus dem Jahr 1713 ist wirklich beeindruckend. Hier verkündete der Priester den Gläubigen die Botschaft Christi. Die Verbreitung des Glaubens ist auch das Thema der Dekoration mit den Symbolen der vier Evangelisten und den vier Frauen, die die damals bekannten vier Erdteile verkörpern. Dieses Meisterwerk, sowie sechs Beichtstühle und eine Kommunionbank stammen aus der abgerissenen Klosterkirche der St. Bernardusabtei in Hemiksem bei Antwerpen.

    3. Maria

    Maria ist in der ihr geweihten Kathedrale allgegenwärtig: gemalt und gebildhauert, aus Marmor, Stein und Holz, in verschiedenen Stilen und Werken aus unterschiedlichen Zeiten. Für die katholischen Gläubigen ist Maria die ultimative Vermittlerin zwischen der Erde der Menschen und dem Himmel Gottes. Außerdem ist sie die Schutzheilige der Stadt Antwerpen. Bekannt und beliebt ist vor allem ihre Skulptur aus dem 16. Jahrhundert. Sehen Sie sich auf jeden Fall auch Rubens’ Gemälde über dem Hauptaltar an, das ihre Himmelfahrt zeigt. Ebenfalls diesem Motiv gewidmet ist das gigantische Bild in der 43 m hohen Vierungskuppel, ein Werk von Rubens’ Zeitgenossen Cornelis Schut.

    4. Neu

    Überall in der Kathedrale finden Sie neugotische Malerei, Möbel, Bleiglasfenster, Skulpturen und Architektur. Vor allem die fünf Kapellen im Chor wurden – einschließlich des Bodens und des Silberwerks – konsequent neugotisch gestaltet. Die Meinungen über die Neugotik gehen zwar oft auseinander, aber die Ausstattung der Kathedrale bildet aufgrund dieses Stils immerhin (wieder) eine harmonische Einheit.

    5. Betstühle

    Vor der französischen Besatzung nahmen die Kanoniker des Kapitels im Chorgestühl Platz, um ihre täglichen Gebete zu verrichten. Das Kapitel der Kathedrale wurde 1797 abgeschafft und 1965 erneut eingeführt. Das Chorgestühl aus Eichenholz – ein bedeutendes neugotisches Kunstwerk – stammt ungefähr aus dem Jahr 1840 und ist ein Werk des damals erst vierundzwanzigjährigen François Durlet. Seltsamerweise wurde es ausgerechnet in einer Zeit geschaffen, in der es keine Kanoniker gab. Die 36 reich dekorierten Szenen im Hochrelief (für 72 Sitzplätze) stellen das Leben der Maria dar.

    Entdecken Sie hier mehr über die reiche Sammlung der Kathedrale (topa.be)

    St. Andreaskirche

    Eine spätgotische Kirche, eine Offenbarung

    Versteckt im schicken Antwerpener Modeviertel liegt die gotische St. Andreaskirche. Kein Geringer als Vincent van Gogh hat dort fasziniert die bunten Bleiglasfenster betrachtet. Der imposante Hochaltar weckt genauso die Aufmerksamkeit wie die herrliche Kanzel mit den realistisch dargestellten Figuren, das Denkmal mit dem Bildnis der schottischen Königin Maria Stuart, die hervorragenden Gemälde und Bildhauerwerke und vieles mehr. Die Modedesignerin Ann Demeulemeester hat die Marienstatue angekleidet. In der Schatzkammer und im SAM können Sie buchstäblich an der Prozession teilnehmen und erfahren, wie das Leben in dieser ehemaligen „Pfarrgemeinde der Armen“ ausgesehen hat. Hier werden alte Rituale auf zeitgenössische Weise in farbenfrohe Messen verwandelt.

    Besucheradresse

    Waaistraat
    2000 Antwerpen (Haupteingang)

    Sint-Andriesstraat
    2000 Antwerpen (Seiteneingang)

    Eintrittspreise

    Die Kirche ist kostenlos zugänglich
    Schatzkammer: 1 € (kostenlos für Inhaber der Antwerp City Card)
    SAM (Sint-Andries Museum): nur auf Anfrage für Gruppen, siehe dazu für Gruppen:

    Öffnungszeiten:*

    November – März
    Montag – Samstag: 9.00 – 12.00 Uhr und vom 1. November bis 13. Januar auch am Samstag von 14.00 – 16.00 Uhr

    April – Oktober
    Täglich: 9.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr

    * Die Öffnungszeiten sind unter Vorbehalt und können aus liturgischen Gründen geändert werden.

    Liturgie

    Messen: an Sonn- und Feiertagen um 10.30 und 19.30 Uhr
    Diese Messen werden regelmäßig von der Orgel und Auftritten eines Gastchors begleitet. Nach der Messe am zweiten Sonntag des Monats kann man zusammen Kaffe trinken. Weitere Informationen finden Sie auf www.sint-andrieskerk.be
    St. Rita-Andacht und Rosenkranz: jeden Donnerstag und danach Kaffee.

    Weitere Informationen über die Arbeit der Pfarrei und die Gemeindearbeit finden Sie hier.

    Erreichbarkeit

    Zu Fuß: Vom Hauptbahnhof Antwerpen-Centraal sind es ungefähr 30 Minuten zu Fuß (2000 m) bis zur Kirche.

    Mit dem Fahrrad: die Velo-Stadtradstation Nr. 66 (Modemuseum) und Nr. 70 (Sint-Andries). Weitere Informationen finden Sie auf www.velo-antwerpen.be

    Mit dem Auto: In fußläufiger Entfernung befinden sich mehrere Parkplätze und Parkhäuser u. a. auf dem Groenplaats und den Kais.

    Achtung: Denken Sie bitte daran, dass die gesamte Antwerpener Innenstadt zur Umweltzone erklärt wurde. Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.slimnaarantwerpen.be/LEZ

    Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Hauptbahnhof Antwerpen-Centraal aus ist die Kirche mit der Straßenbahn 3 (in Richtung P+R Melsele – Haltestelle Groenplaats), sowie den Straßenbahnen 5, 9 oder 15 (in Richtung P+R Linkeroever – Haltestelle Groenplaats) erreichbar.

    Planen Sie Ihre Route auf Google Maps

    Kontakt

    Augustijnenstraat 8
    2000 Antwerpen

    sint-andrieskerk@outlook.com
    tel. + 32 (0)3 232 03 84
    www.sint-andrieskerk.be

    Für Einzelbesucher

    Jeden Sonntag von Mai bis Ende September um 15 Uhr
    Auf Niederländisch

    Kostenlos und ohne vorherige Buchung

    Für Gruppen

    Während der Öffnungszeiten der Kirche
    Auf Niederländisch, Französisch, Englisch, Deutsch und Spanisch
    85 € pro Gruppe für eine maximal zweistündige Führung
    Maximal 20 Personen pro Gruppe

    Vor oder nach der Führung können Sie nach vorheriger Buchung im Saal neben der Kirche Kaffee und Kuchen bekommen.

    Bitte immer im Voraus buchen. Bei den Buchungen werden maßgeschneiderte Vereinbarungen getroffen.

    Informationen und Buchungen per E-Mail an sint-andrieskerk@topa.be oder telefonisch unter der Nummer +32 (0)3 226 52 53

    Für Schulen

    Es wird ein passendes, dem Alter entsprechendes Programm angeboten. Bitte immer im Voraus buchen.

    Informationen und Buchungen auf http://www.topa.be/de/aanbod-voor-scholen/

    Überraschung

    Lassen Sie sich im Antwerpener Sint-Andries-Viertel von einer charmanten Kirche mit herrlicher Spitzenkunst überraschen. Sie befindet sich in einem ehemaligen Arbeiterviertel, das sich inzwischen zum Antwerpener Mode- und Antiquitätenviertel entwickelt hat. Die St. Andreaskirche ist eine Entdeckung, ein Ort, an dem man zur Ruhe kommt. Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter empfangen Sie gern!

    Von der Kloster- zur Pfarrkirche

    Die Kirche kann auf eine turbulente Geschichte zurückblicken. Die Augustinermönche begannen Anfang des 16. Jahrhunderts mit dem Bau ihres Klosters samt Kirche, wurden jedoch kurz nach 1520 verjagt. Grund dafür war ihre öffentlich erklärte Sympathie für die Protestbewegung des deutschen Mönchs Martin Luther, der auch dem Augustinerorden angehörte. Unter Einfluss der Statthalterin Margarete von Österreich wurde die Kirche dann 1529 größtenteils fertiggestellt und zur Pfarrkirche für das ständig wachsende Viertel. Der heilige Andreas war nicht nur Schutzpatron dieser Kirche, sondern auch des burgundischen Fürstenhauses, dessen letzte Generation Margarete vertrat.

    Krisenmomente

    Als 1566 der Bildersturm durch Antwerpen raste und danach die Calvinisten für kurze Zeit die Macht ergriffen, gehörte auch die St. Andreaskirche zu den zahlreichen Opfern. 1585 endete diese Episode: Die katholischen Gemeindemitglieder konnten zusehen, wie ihre Kirche wiederaufgebaut und erweitert wurde. Einer von ihnen war Peter Paul Rubens (1577-1640), der eine Zeit lang in diesem Viertel wohnte. Auch 1755 kam es zu einem kritischen Augenblick, als der baufällige Turm einstützte. Ein barocker Nachfolger nahm seinen Platz ein. Die „Laterne des Turms” wurde 1968 noch durch ein neues Exemplar ersetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt. Die St. Andreaskirche ist ein Gebetshaus mit vielen Leben.

    Intensiv

    Was Sie jetzt in der St. Andreaskirche bewundern, stammt teilsweise aus anderen Gebäuden: Nach der französischen Besatzung wurde die Kirche neu ausgestattet. Andere Kunstwerke hingegen gehören bereits seit Jahrhunderten in die Kirche, die weiterhin ein intensives Leben führt. Sie ändert sich mit der Zeit und ihren Gläubigen. Nach der erst kürzlich durchgeführten vollständigen Restaurierung strahlt sie wieder.

    Entdecken Sie hier mehr über die Geschichte der Kirche (topa.be)

    In der St. Andreaskirche können Sie vor allem die barocke Innenausstattung bewundern. Nehmen Sie sich ruhig etwas Zeit. Lassen Sie die außergewöhnliche Atmosphäre dieses Gebetshauses auf sich einwirken und genießen Sie die Meisterwerke.

    Fünf Höhepunkte

    1. Gewissensbisse

    Um sein Fell zu retten, verleugnet der heilige Apostel Petrus in der Nacht, in der Jesus verhaftet wird, dreimal, dass er ihn kennt. Danach macht ihm diese Lüge schwer zu schaffen. Der Bildhauer Artus I. Quellin hat 1658 diesen erhabenen Petrus aus weißem Marmor gehauen: ein Meisterwerk.

    2. Ein imposanter Hauptaltar

    Die St. Andreaskirche war in der Zeit der französischen Besatzung um 1800 mehrere Jahre geschlossen. Wenig später erhielt sie wieder einen prächtigen neuen Hauptaltar. Er stammt aus der prestigeträchtigen St. Bernardusabtei in Hemiksem bei Antwerpen. Das dynamische, barocke Werk schufen 1729 W.I. Kerricx und Peter I. Verbrugghen. Es zeigt, wie Maria, die Mutter Jesu Christi, im Himmel aufgenommen wird: ein imposantes Spektakel.

    3. Menschenfischer

    Der Priester verkündete den Gemeindemitgliedern von der Kanzel den wahren Glauben. Das meisterhafte Exemplar in der St. Andreaskirche stammt aus dem Jahr 1821 und wurde von J.B. Van Hool und J.F. Van Geel gefertigt. Was dort zu sehen ist, passt perfekt zur Funktion dieser Kanzel: Jesus spricht den Fischer Andreas und seinen Bruder Petrus an. Sie sollen ihm fortan folgen und „Menschenfischer” werden, d. h. den Menschen – genau wie jede Woche der Priester auf der Kanzel – die Botschaft Jesu verkünden. Sehen Sie sich auch das realistisch dargestellte Material, die Gesichter der Figuren, den Fang, die Felsen, die Pflanzen usw. einmal etwas genauer an.

    4. Maria im neuen Gewand

    Die farbenfrohe Statue stammt ungefähr aus dem Jahr 1585 – in dieser Zeit hatten die Katholiken ihre Kirche wieder übernommen – und zeigt eine schlanke, elegante Maria. Die Statue steht meistens auf dem Marienaltar und wird dort den Jahreszeiten und der Liturgie entsprechend angekleidet. Die Waffen auf dem Sockel können in gewisser Weise als Trophäen interpretiert werden. Sie zeigen die Dankbarkeit der Gläubigen für die Hilfe Marias in den Schlachten gegen die Osmanen. Marias jüngstes Outfit wurde 2001 von der Modedesignerin Ann Demeulemeester entworfen.

    5. Schatzkammer

    Die Schatzkammer ist der jüngste Teil der Kirche (2006). Dort können Sie entdecken, wie der Gaube in der Kirche und im Viertel gepflegt wurde. Welche Objekte wurden für die Messen, die Prozessionen, die Verehrung der Heiligen, die Hilfe der Menschen, die in Armut lebten, die Andacht zu Hause usw. verwendet?

    Entdecken Sie hier mehr über die reiche Sammlung der Kirche (topa.be)

    St. Carolus Borromeuskirche

    Die wichtigste Barockkirche der Niederlande

    Auf dem Platz, an dem diese prächtige Barockkirche liegt, fühlen Sie sich wie in Italien. Die Antwerpener Jesuiten bauten sie zwischen 1615 und 1621 während der Gegenreformation. Zeitgenossen zufolge war sie „ein Himmel auf Erden” und das ist sie mit ihrer dynamischen Fassade, dem raffiniert gestalteten Interieur, den beiden Stockwerken und der überwältigen Marienkapelle auch heute noch. Rubens lieferte als Co-Designer und Maler einen bedeutenden Beitrag zur Gestaltung der Fassade und des Innenraums. Die Kirche beherbergt auch eine bemerkenswerte Spitzen- und Textiliensammlung. Außerdem ist sie die Kirche der Gemeinschaft Sant’Egidio, die sich für die Armen, sowie für Dialog und Frieden einsetzt. Eine ganz besondere Tradition ist die sonntägliche Künstlermesse mit Chören und Musikern. Besuchen Sie auf jeden Fall auch die Krypta, die Sakristei und die alten unterirdischen Abwasserkanäle (Ruien).

    Besucheradresse

    Hendrik Conscienceplein
    2000 Antwerpen

    Eintrittspreise

    Die Kirche ist kostenlos zugänglich.
    Spitzenmuseum: 5 €

    Öffnungszeiten *

    Montag – Samstag: 10.00 – 12.30 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr
    An Sonn- und Feiertagen ist die Kirche ausschließlich für die Messe geöffnet.
    Das Spitzenmuseum ist Mittwoch von 10.00 – 12.30 Uhr und von 14.00 – 16.00 Uhr, sowie nach vorheriger Vereinbarung geöffnet.

    * Die Öffnungszeiten sind unter Vorbehalt und können aus liturgischen Gründen geändert werden.

    Messen

    An Sonn- und Feiertagen um 11.30 Uhr (Künstlermesse) und 17 Uhr (Gemeindemesse mit Sant’Egidio)

    11.30 Uhr: Künstlermesse in Zusammenarbeit mit dem Verein vzw Artiestenfonds. In der Künstlermesse wird die sonntägliche Eucharistiefeier von klassischer Musik begleitet. Diese Tradition stammt aus dem Zweiten Weltkrieg. In der Künstlermesse erhalten Künstler, begabte Berufsmusiker oder Laien eine Bühne. Das Musizieren während der Messe in der herrlichen Kulisse der St. Carolus Borromeuskirche ist für jeden Musiker ein einzigartiges Erlebnis.
    Weitere Informationen auf: www.artiestenfonds.be

    17 Uhr: Gemeindemesse mit Sant’Egidio. Bei dieser Messe gibt es eine spezielle Liturgie für Kinder. Außerdem wird eine englische Übersetzung angeboten.
    Weitere Informationen auf: www.santegidio.be

    Abendgebet mit Sant’Egidio: Montag, Mittwoch und Freitag um 20 Uhr
    Gebet für die Kranken: an jedem ersten Mittwoch um 20 Uhr
    Gebet für den Frieden: an jedem dritten Mittwoch um 20 Uhr
    Weitere Informationen auf: www.santegidio.be/gebed/

    Weitere Informationen über die Arbeit der Pfarrei und die Gemeindearbeit finden Sie hier

    Erreichbarkeit

    Zu Fuß: Vom Hauptbahnhof Antwerpen-Centraal sind es ungefähr 20 Minuten zu Fuß bis zur Kirche.

    Mit dem Fahrrad: die Velo-Stadtradstation Nr. 56 (Minderbroedersrui) und Nr. 57 (Wolstraat). Weitere Informationen finden Sie auf www.velo-antwerpen.be

    Mit dem Auto: Sie finden in geringer fußläufiger Entfernung mehrere öffentliche Parkhäuser: u. a. auf dem Eiermarkt und in der Korte Klarenstraat (Shopping Meir).

    Achtung: Denken Sie bitte daran, dass die gesamte Antwerpener Innenstadt zur Umweltzone erklärt wurde. Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.slimnaarantwerpen.be/LEZ

    Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Hauptbahnhof Antwerpen-Centraal aus ist die Kirche mit den Straßenbahnen 11 und 24 (in Richtung Melkmarkt – Haltestelle Melkmarkt) erreichbar. Von dort ist es nur noch eine Minute zu Fuß.

    Planen Sie Ihre Route auf Google Maps

    Kontakt

    Sint-Carolus Borromeuskerk
    Hendrik Conscienceplein 6
    2000 Antwerpen

    info@scba.be
    tel. + 32 (0)477 62 37 94
    www.scba.be

    Für Einzelbesucher

    Montag – Samstag: 10.00 – 12.30 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr

    • Auf Niederländisch
    • Kostenlos ohne vorherige Buchung

    Für Gruppen

    • Während der Öffnungszeiten der Kirche
    • Auf Niederländisch, Französisch, Englisch, Deutsch und Spanisch
    • 85 € pro Gruppe für eine maximal zweistündige Führung
    • Maximal 20 Personen pro Gruppe

    Zusätzlich zur Führung durch die Kirche können Sie auch einen interessanten Besuch hinter die Kulissen buchen. Sie erhalten dann Zugang zur Sakristei, der Krypta, der Plattform hinter dem Gemälde des Hauptaltars und zum Reliquienschrein des heiligen Johannes Nepomucenus. Für den Besuch hinter die Kulissen ist ein zusätzlicher Beitrag in Höhe von 5 € pro Person zu entrichten.

    Bitte immer im Voraus buchen. Bei den Buchungen werden maßgeschneiderte Vereinbarungen getroffen.

    Informationen erhalten Sie beim Intendanten Dimitri De Hert: per E-Mail an info@scba.be oder telefonisch unter der Nummer +32 (0)477 62 37 94
    Buchungen per E-Mail an info@topa.be

    Zusätzliches Angebot

    Führung durch das Spitzenzimmer

    Mittwoch von 10.00 – 12.30 Uhr und von 14.00 – 16.00 Uhr nach vorheriger Vereinbarung

    • Auf Niederländisch
    • 5 € pro Person

    Informationen erhalten Sie beim Intendanten Dimitri De Hert: per E-Mail an info@scba.be oder telefonisch unter der Nummer +32 (0)477 62 37 94
    Buchungen telefonisch unter der Nummer +32 3 664 33 80

    Kombi-Führung St. Carolus Borromeuskirche / die „Ruien“ (alte Abwasserkanäle)

    Seit dem Mittelalter durchkreuzten„Ruien“ (Abwasserkanäle), Kanäle und Grachten die Stadt. Als die Abwasserkanäle überwölbt und die Kanalisation fortan unterirdisch verlief, verschwand dieses einzigartige Kulturerbe nicht nur aus dem Straßenbild, sondern auch aus dem kollektiven Gedächtnis. Die hiesigen „Ruien” wurden zum Großteil von den Jesuiten überwölbt, um Platz für die St. Carolus Borromeuskirche und ihre Nebengebäude zu schaffen.

    Sie können in Begleitung eines Führers als Gruppe oder Einzelbesucher die St. Carolus Borromeuskirche besichtigen und dann durch einen erst kürzlich wieder geöffneten historischen Durchgang in die unterirdischen Gewölbe der Stadt hinabsteigen, um einen Spaziergang durch das letzte Stück der „Ruien” in Richtung Keistraat zu machen.

    Auf diesem einzigartigen Kombi-Rundgang gibt die St. Carolus Borromeuskirche neben ihren herrlichen Schätzen und Kunstwerken einige außergewöhnliche Geheimnisse preis. Zur Führung gehört auch ein Besuch der Marienkapelle, der Sakristei und der jahrhundertealten Krypten.

    Informationen und Buchungen über ruien.be/de

    Italien in Antwerpen

    Fühlen Sie sich auf dem Antwerpener Conscienceplein, wo Ihr Blick gleich auf die imposante Fassade der St. Carolus Borromeuskirche fällt, ruhig wie in Italien. Der Platz – der als erster in Antwerpen autofrei wurde – gleicht einer kleinen Piazza. Inspiration für die Fassade gewannen die Erbauer nämlich von der Mutterkirche der Jesuiten „il Gesù” in Rom. Im Inneren der Kirche erwartet Sie ein Juwel der Extraklasse.

    Schnellbauweise

    Die Antwerpener Jesuiten begannen 1615, d. h. mitten in der Gegenreformation, mit dem Bau ihrer Barockkirche. 1621 war die Liebfrauenkirche, wie sie anfangs genannt wurde, schon fertig. Als Ignatius van Loyola (1491-1556), der Gründer des Jesuitenordens, 1622 heilige erklärt wurde, erhielt die Kirche seinen Namen und wurde in St. Ignatius umgetauft.
    Zu den Architekten und Dekorateuren gehörten u. a. Peter Paul Rubens (1577─1640) und sein Atelier. Es ist somit auch „seine” Kirche, obwohl die 39 großen Deckengemälde, die er für diese Kirche schuf, einem Brand im Jahr 1718 zum Opfer fielen. 1773 wurde der Jesuitenorden aufgelöst und die Kirche einige Jahrzehnte später zu einer Pfarrkirche. Diese Funktion hat sie bis heute. Sie erhielt auch einen neuen Schutzheiligen: Carolus Borromeus, einen berühmten Mailänder Bischof aus dem 16. Jahrhundert. Bis heute versammeln sich in diesem Gotteshaus täglich Gläubige, um das Wort Gottes zu erleben.

    Festlich

    Einen barocken Festsaal für den Herrn mit einer besonders harmonischen Gestaltung eines sich über zwei Stockwerke erstreckenden Raums: Das erleben und sehen Sie, wenn Sie die Kirche betreten. Und genauso sollte es auch sein: ein kleiner Himmel auf Erden, der ruhig etwas kosten durfte.
    In der heutigen Zeit sieht die Kirche u. a. aufgrund des verheerenden Brandes im Jahr 1718 etwas schlichter aus als der damalige „Tempel aus Marmor”. Es ist aber noch genug übrig geblieben, das man bewundern und entdecken kann. Die Restaurierung in den 1980er Jahren hat sicher dazu beitragen.

    Entdecken Sie hier mehr über die Geschichte der Kirche (topa.be)

    Das Schauen und Erstaunen war für eine Barockkirche von essenzieller Bedeutung. Wenn man sieht, wie Jesus gelebt und gelitten hat und wie vorbildlich die Heiligen waren, fühlt man sich als gläubiger Christ mehr am Geschehen beteiligt. Man kann sich dann besser einleben und meditieren, schrieb Loyola, der Gründer des Jesuitenordens. Seine Ideen wurden hier umgesetzt.

    Fünf Höhepunkte

    1. Fassade mit einer Botschaft

    Die theatralische Fassade dieser Barockkirche weckt ganz bewusst die Aufmerksamkeit und wirkt wie ein steinernes Werbeplakat für den katholischen Glauben. Jesus scheint zusammen mit einigen Heiligen den Passanten zuzuschauen. Zu sehen sind die vier Evangelisten, sowie die Apostel Petrus und Paulus. Unter Jesus und Maria prangt die Büste des Ignatius von Loyola, der ebenfalls ein Verkünder des Glaubens war. Hier wird das Wort Gottes gepredigt!
    Umgeben werden die Figuren von festlichen, fröhlichen Muscheln und Girlanden, Obstkörben und Masken, Kerzenhaltern und Pilastern im typisch barocken Stil und auch die Kombination aus warmem cremefarbenem Sandstein und grauem Quaderstein unterstreicht die Wirkung. Beachten Sie auch, dass die Fassade genauso breit wie hoch ist (33 Meter) und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den horizontalen und vertikalen Bewegungen herrscht. Das Emblem der Jesuiten umgeben von schwebenden Engeln hat Rubens entworfen.

    2. Einzigartiges System

    Der imposante Hauptaltar zieht sogleich die Aufmerksamkeit auf sich und sollte es auch. Bei den Messen schauen die Gläubigen auf den riesigen „Bildschirm”, der dort hängt, ein über 5 Meter hohes gemaltes Altarstück. Dank eines einzigartigen historischen Flaschenzugsystems mit Winden und Schlitzen können hier im Laufe des Jahres drei – und früher sogar vier – verschiedene Gemälde gezeigt werden. Es wird angenommen, dass auch Rubens am Entwurf des Hauptaltars – und vor allem an dem breiten Rahmen aus schwarzem Marmor – beteiligt war.

    Den Wechsel der Gemälde: ein umwerfendes Schauspiel

    Um zu gewährleisten, dass der Hochaltar immer wieder aufs Neue den Blick der Kirchenbesucher auf sich zog, haben die Antwerpener Jesuiten vor 400 Jahren die Möglichkeit geschaffen, das Gemälde – wie bei einem Kulissenwechsel im Theater – auszutauschen. Hinter den Altar wurde eine Art Kiste mit vier Fächern gebaut, aus der man mit Hilfe eines ausgeklügelten Flaschenzugsystems – und vielen starken Helfern – ein Gemälde nach oben hieven kann. Ursprünglich konnten vier Gemälde gewechselt werden, jetzt sind es noch drei. Das Motiv des jeweiligen Gemäldes schließt an eine bestimmte Periode des liturgischen Jahres an. Die Darstellungen dienen jedoch nicht nur als Illustration der Liturgie: Sie sollen beim Betrachter auch Emotionen wecken und ihn zu tiefem Nachdenken anregen.

    Das Flaschenzugsystem funktioniert noch und wird weiterhin dreimal pro Jahr eingesetzt: Am Aschermittwoch, am Ostermontag und an Maria Himmelfahrt können Sie sich den einzigartigen Bilderwechsel anschauen.

    3. Die fröhliche Marienkapelle (auch: Rubenskapelle, Houtappel-Kapelle)

    Wer in Antwerpen gern verspielten, üppigen Barock bewundern möchte, sollte sich unbedingt die Marienkapelle in dieser Kirche ansehen, die mit finanzieller Unterstützung der Familie Houtappel errichtet wurde. Sie werden von dem überschwänglichen Spiel des bunten Marmors, der grotesken Linienführung, den Blumen und Trauben, Muscheln, Kranzgirlanden und Masken überwältigt sein. An den Wänden und auf dem Altar können Sie das Leben Marias in gemalten Szenen verfolgen. Den Höhepunkt bildet ihre Himmelfahrt. Die Werke stammen von Hendrik van Balen und Jan Breughel. Über dem Altar hängt eine Kopie des berühmten Rubensgemäldes Maria Himmelfahrt, (Wien, Kunsthistorisches Museum). Auch der Entwurf der Decke stammt von dem Antwerpener Großmeister.

    4. Rubens’ Turm

    Auf der Rückseite der Kirche – am Sint-Katelijnevest – steht ein 58 Meter hoher Turm: eines der schönsten europäischen Beispiele des barocken Turmbaus. Auch für diesen Turm sind Entwurfzeichnungen von Rubens erhalten geblieben. Er war am Entwurf beteiligt und hat sich dabei deutlich auf italienische Einflüsse berufen. Das erkennt man beispielsweise an den venezianischen Lichtöffnungen oben im Zylinder. Diese sogenannte Serliana hat Rubens auch für den Gartenpavillon seines eigenen Hauses verwandt.

    5. Empfindlich und kostbar: Spitze und Seide

    Die berühmte Spitzensammlung ist ein „verborgender Schatz”. Sie finden sie am Ende der nördlichen Galerie. Dort kann sie ruhig und sicher aufbewahrt werden, denn Spitze ist äußerst empfindlich. Dass diese Textilien aus dem 17. Jahrhundert überhaupt die Jahrhunderte überdauert haben, ist an sich schon ein Wunder. Sie werden hier auch Seide aus China entdecken. Ein Beweis für die Missionsarbeit der Jesuiten in Fernost.

    Entdecken Sie hier mehr über die reiche Sammlung der Kirche (topa.be)

    Verschwundene Deckengemälde

    In der Ausstellung Rubens Re-Viewed werden 36 der 39 verschwundenen Deckengemälde von Peter Paul Rubens in der St. Carolus Borromeuskirche wieder zum Leben erweckt. Der Künstler Rudy De Graef schuf 18 Radierungen, bei denen er auf die verschwundenen Deckengemälde der Galerie in der ersten Etage zurückgriff.
    Im Erdgeschoss der Kirche ist eine leuchtende Installation aus kleinen Spiegeln zu sehen. Auf 18 in der Kirche verteilten kleinen Säulen erkennt man auf einen Blick eine kleinere Fassung von De Graefs Werk, sowie – über einen kleinen Spiegel – eine Projektion des Werks, das Rubens als Deckengemälde konzipierte. Die kleinen Säulen wurden so aufgestellt, dass der Eindruck entsteht, Rubens’ Originalgemälde wären wieder an ihrem ursprünglichen Platz an der Decke angebracht worden.
    Rubens Werke zeigten einige Heilige, sowie Motive aus dem Alten und Neuen Testament. Seine dramatischen barocken Darstellungen und die ausgewogenen grafischen Fassungen De Graefs gehen einen Dialog miteinander ein und verleihen den jahrhundertealten Geschichten über Erlösung, Glauben, Macht und Liebe eine aktuelle Bedeutung.
    De Graef will mit dieser Installation zu einer besseren Erschließung der (eventuell verschwundenen) Kunstschätze der Kirche anregen und die Diskussion darüber anstoßen, ob das tatsächliche Anbringen von großen Nachbildungen – d. h. von Interpretationen zeitgenössischer Künstler – an den Decken dem Interieur eine stärkere Dynamik verleihen und es wieder zum Leben erwecken kann, was einst wohl auch Sinn und Zweck der ursprünglichen Deckengemälde gewesen sein wird.

    Weitere Informationen: rubens-re-viewed.com

    St. Jakobskirche

    Das am besten erhaltene Barockinterieur Belgiens

    Die gotische St. Jakobskirche im Antwerpener Studentenviertel wird Sie überwältigen, wenn Sie den barocken, reichlich mit Marmor und 24 Altären ausgestatteten Innenraum betreten. Die Kirche war ganz offensichtlich eine Pfarrkirche wohlhabender Bürger. Einer von ihnen war Peter Paul Rubens. Er fand hier 1640 seine letzte Ruhestätte, über der auch sein eigenes Gemälde prangt. Die äußerst reiche Kunstsammlung besteht aus beeindruckenden Grabmonumenten, prächtigem Kirchenmobiliar und einem strahlenden Kirchenschatz. Die St. Jakobskirche ist auch heute noch als Wallfahrtskirche bei Jakobspilgern auf dem Weg nach Santiago de Compostela sehr beliebt und für ihre klassischen Messen bekannt. Verfolgen Sie die Restaurierung des Interieurs und der Fassade der Kirche von der Besucherplattform aus und sehen Sie sich die Ausstellung vor Ort an.

    Besucheradresse

    Lange Nieuwstraat 73A
    2000 Antwerpen

    Eintrittspreise

    3 €
    2 € (Gruppen ab 20 Personen)
    Eintritt frei (-12 Jahre, Einwohner der Stadt Antwerpen, Inhaber der Antwerp City Card und Schulgruppen)

    Der südliche Kreuzbogen und die Venerabel-Kapelle mit dem Heiligen Sakrament stehen während der Öffnungszeiten kostenlos für Gebete zur Verfügung.

    Öffnungszeiten *

    Täglich: 14.00 – 17.00 Uhr
    Geschlossen am 1. Weihnachtstag (25. Dezember)

    * Die Öffnungszeiten sind unter Vorbehalt und können aus liturgischen Gründen geändert werden.

    Messen

    An Wochentagen und am Samstag um 11 Uhr
    An Sonn- und Feiertagen um 9 und 10 Uhr
    Ein besonderes Merkmal der Liturgie ist die Berücksichtigung der Tradition. Die Hochmesse um 10 Uhr wird immer von gregorianischen Gesängen begleitet.

    Jeden Samstag zwischen 15 und 17 Uhr: Möglichkeit zum Gebet und zur Beichte

    Weitere Informationen über die Arbeit der Pfarrei und die Gemeindearbeit finden Sie hier.

    Erreichbarkeit

    Zu Fuß: Vom Hauptbahnhof Antwerpen-Centraal sind es ungefähr 10 Minuten (800 m) zu Fuß bis zur Kirche

    Mit dem Fahrrad: Velo-Stadtradstation Nr. 27 (Lange Nieuwstraat). Weitere Informationen finden Sie auf www.velo-antwerpen.be

    Mit dem Auto: In fußläufiger Entfernung gibt es mehrere öffentliche Parkhäuser: u. a. in der Eikenstraat (Q-Park Antwerpen ’t Stad/De knip).

    Achtung: Denken Sie bitte daran, dass die gesamte Antwerpener Innenstadt zur Umweltzone erklärt wurde. Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.slimnaarantwerpen.be/LEZ

    Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Hauptbahnhof Antwerpen-Centraal aus ist die Kirche mit den Straßenbahnen 11 oder 24 (in Richtung Melkmarkt – Haltestelle Sint-Jacob) oder mit den Straßenbahnen 3 (in Richtung P+R Melsele – Haltestelle Meir), sowie 5, 9 und 15 (in Richtung P+R Linkeroever – Haltestelle Meir) erreichbar. Die (unterirdische) Haltestelle Meir liegt 4 Minuten von der Kirche entfernt.

    Planen Sie Ihre Route auf Google Maps

    Kontakt

    Lange Nieuwstraat 73
    2000 Antwerp

    info@sintjacobantwerpen.be
    tel. + 32 (0)3 232 10 32
    www.sintjacobantwerpen.be

    Für Einzelbesucher

    Es finden regelmäßig kostenlose Führungen statt.
    Informationen per E-Mail an sintjacobskerk@topa.be

    In der kostenlosen Antwerp Museum App (antwerpmuseumapp.com) werden 4 verschiedene thematische Audiotouren angeboten. Erwachsene haben die Wahl aus: „500 Jahre Weltgeschichte in einer Kirche” (historisch), „Viel mehr als Rubens” (kunsthistorisch), „Ort des Glaubens und der Verehrung” (religiös) und „Anderhalb Jahrhunderte eingerüstet umgeben” (bauhistorisch). Für Kinder (7 bis 12 Jahre) gibt es die Tour „Engel und Bengel”.

    Preis: kostenlos
    Sprachen: Niederländisch, Französisch, Englisch, Deutsch
    Audio-Kopfhörer sind Pflicht, aber nicht im Preis enthalten (vor Ort für 1 € erhältlich).

    Für Gruppen

    • Während der Öffnungszeiten der Kirche
    • Auf Niederländisch, Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch
    • 85 € pro Gruppe für eine maximal zweistündige Führung
    • Maximal 20 Personen pro Gruppe

    Außerhalb der Öffnungszeiten der Kirche gelten andere Tarife:

    • 40 € pro Gruppe von maximal 20 Personen
    • 2 € p. P. für Gruppen größer als 20 Personen

    Bitte immer in Voraus buchen. Bei der Buchung werden maßgeschneiderte Vereinbarungen getroffen.

    Informationen und Buchungen per E-Mail an sintjacobskerk@topa.be oder telefonisch unter der Nummer +32 (0)486 35 00 01

    Fest!

    Die St. Jakobskirche ist eine wahre Pracht! Ein Fest aus Marmor, großer Kunst und intensivem Glauben. Von außen wirkt die spätgotische Kirche eher schlicht und gediegen, innen beherbergt sie jedoch einen barocken Schatz. Wer sich von Antwerpen aus auf den Weg nach Santiago – St. Jakob – de Compostela begibt, beginnt seine Pilgerfahrt in der St. Jakobskirche. Die Kirche ist deshalb auch eine Wallfahrtskirche. Im Mittelalter stand an dieser Stelle eine Herberge für Pilger.

    Reichtum

    Die St. Jakobskirche war und ist eine Pfarrkirche. Viele der damaligen Gemeindemitglieder waren reiche Kaufleute, Bankiers und Adelige. Darauf beruht – zumindest teilweise – auch ihr strahlender Reichtum. Die heutige Kirche wurde von ungefähr 1490 bis 1656 unter der Leitung berühmter Baumeister in verschiedenen Phasen errichtet. Beim Bau verlief jedoch nicht alles wie ursprünglich geplant: So sollte beispielsweise dem Plan zufolge der abgestumpfte, heute 55 m hohe Turm einmal den Turm der Kathedrale überragen… Sei’s drum: Trotz allem erstrahlt die Kirche in schöner architektonischer Harmonie und Ausgewogenheit.

    Kanoniker

    Die St. Jakobskirche war lange eine sogenannte „Kollegiatstiftskirche”, d. h. ein Kollegiat von Kanonikern verwaltete sie mit und betete dort täglich zu Gott. Ihre Gebete verrichteten die Herren im Chor, der von berühmten Antwerpener Künstlern – den Vettern Quellin – mit einem prächtigen, fantasievoll gestalteten Chorgestühl ausgestattet worden war.

    Barocker Schwung und Marmor

    In der St. Jakobskirche findet man vor allem barocke Kunst. Da die älteren Kunstwerke dem Bildersturm (1566 und 1581) zum Opfer gefallen waren, wurde die Kirche danach mit barocken Möbeln wie Beichtstühlen, einer Kanzel, Kommunionbänken usw. neu ausgestattet. Die über 100 verwendeten Marmorsorten und die Werke der großen Künstler verraten, dass man sich die neue Ausstattung etwas kosten ließ. Diese Pracht ist erhalten geblieben, weil in der Zeit der französischen Besatzung ein schlauer Priester der Französischen Republik die Treue schwor. Die Kirche blieb dadurch von Plünderungen verschont und wurde nicht verkauft. Im Zweiten Weltkrieg sind jedoch fast alle Bleiglasfenster zerstört worden.

    Entdecken Sie mehr über die Geschichte der Kirche (topa.be)

    Fünf Höhepunkte

    1. Eine Menge Altäre

    Der Altar bildet den Mittelpunkt des katholischen Glaubens: Dort gedenkt der Priester bei jeder Messe erneut dem Opfertod und der Auferstehung Christi. In der St. Jakobskirche gibt es sage und schreibe 24 Altäre. Viele Handwerkszünfte und Gilden wie die der Musiker, Zimmerleute und Rechtsanwälte hatten hier ihren eigenen Altar. Dort durften natürlich auch die Skulpturen ihrer Schutzheiligen nicht fehlen. Die Handwerkszünfte wurden unter der französischen Besatzung abgeschafft.

    2. Schwungvoll und triumphierend

    Im Hauptaltar nimmt der Schutzheilige der Kirche – der heilige Jakobus – eine zentrale Position ein. Schauen Sie einmal hinauf zum hölzernen Baldachin, unter dem Gott thront. Er hat die Form einer geöffneten Jakobsmuschel: eine typisch barocke Spielerei, wie auch die zahlreichen süßen Engelchen und die vielen Früchte in der Kirche.

    3. Rubens’ Grab

    Peter Paul Rubens wohnte nur 300 Meter von der St. Jakobskirche entfernt und war Mitglied der Pfarrgemeinde. Nach seinem Tod im Jahr 1640 wurde er hier in einer eigenen Kapelle beigesetzt. Wie viele andere Familien im 17. Jahrhundert ließen auch Rubens’ Nachkommen eine Kapelle – die Liebfrauenkapelle – für seine letzte Ruhestätte errichten. Das Gemälde mit Maria als Hauptfigur hat der Meister jedoch noch eigenhändig geschaffen. Auch der Großvater des Antwerpener Bürgermeisters Nicolaas Rockox wurde in der St. Jakobskirche beigesetzt. Sein Grab ziert ein Triptychon des Malers Jan van Hemessem mit dem treffenden Motiv: Das Jüngste Gericht. Sie finden in der St. Jakobskirche auch noch viele andere Grabmonumente von Gemeindemitgliedern aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert, die damals viel Geld für diesen „Ehrenplatz” bezahlten. Ihre Grabsteine erzählen individuelle Geschichten von Menschen, die hofften, „einen Platz im Himmel verdient zu haben”.

    4. Eine eigene Kapelle

    Neben den Zünften und Gilden hatten auch Ordensgemeinschaften hier eine eigene, schön und passend eingerichtete Kapelle, in der die Mitglieder ihren Glauben pflegten. Die Bruderschaft Unserer Lieben Frau und die des Heiligen Sakraments sind auch heute noch aktiv. In der prächtigen Sakramentskapelle können Sie die Kommunionbank der Bildhauer W.I. Kerrickx und H.F. Verbruggen aus dem Jahr 1695 bewundern. Aufgrund der naturgetreuen Gestaltung vergisst man fast, dass sie aus Marmor geschaffen wurde. Die zentrale Figur ist Jesus, das Lamm Gottes.

    5. Wandmalereien

    Alte Wandmalereien wurden später oft unter einer weißen Kalkschicht versteckt, weil sie nicht länger dem Zeitgeist entsprachen. Jetzt werden sie mancherorts – wie auch in der St. Jakobskirche – teilweise vorsichtig wieder freigelegt. Hier geschah das 2002 im Rahmen einer Untersuchung des Interieurs.

    Entdecken Sie mehr über die reiche Sammlung der Kirche (topa.be)

    Entdecken Sie mehr über die 9 Jahre dauernde Gesamtrestaurierung dieses Monument, die im Januar 2019 begann (agvespa.be)

    St. Pauluskirche

    Barockes Juwel im gotischen Schrein

    Sie strahlt, die St. Pauluskirche in der Nähe der Schelde. Früher war sie einmal die Kirche des Dominikanerklosters, jetzt ist sie eine pulsierende Pfarrkirche. Die St. Pauluskirche ist weltweit der einzige Ort, an dem Sie Werke der Antwerpener Meister Rubens, Van Dyck und Jordaens nicht nur zusammen, sondern auch noch an dem Ort bewundern können, für den sie einst geschaffen wurden. Sie finden dort über 50 Gemälde und 200 prächtige Skulpturen. Auch das herrliche Mobiliar und die imposante Orgel sind einen Besuch wert. Draußen liegt ein dramatisch-epischer Kalvariengarten über das Leiden Christi und seine Auferstehung. An Feiertagen ist die Kirche randvoll. Die Orchestermessen verleihen ihr dann eine zusätzliche Dimension.

    Besucheradresse

    Veemarkt
    2000 Antwerpen

    Eintrittspreise

    Die Kirche ist kostenlos zugänglich.

    Besucher der Schatzkammer werden gebeten einen freiwilligen Beitrag zu entrichten.

    Der Besuch der Schatzkammer is kostenlos für Inhaber der Antwerp City Card.

    Öffnungszeiten *

    April – Oktober
    Täglich: 14.00 – 17.00 Uhr

    November – März
    Samstag und Sonntag: 14.00 – 17.00 Uhr

    * Die Öffnungszeiten sind unter Vorbehalt und können aus liturgischen Gründen geändert werden.

    Messen

    An Sonn- und Feiertagen um 10.30 Uhr

    Orchestermessen – Orgelmesse – Solistenmesse (Gesang oder instrumental) – Gregorianischer Gesang

    Weitere Informationen über die Arbeit der Pfarrei und die Gemeindearbeit finden Sie hier.

    Erreichbarkeit

    Zu Fuß: Vom Hauptbahnhof Antwerpen-Centraal sind es ungefähr 25 Minuten Fußweg bis zur Kirche

    Mit dem Fahrrad: Velo-Stadtradstation Nr. 50 (Klapdorp), Nr. 49 (Tolhuis) und Nr. 58 (Noorderterras). Weitere Informationen finden Sie auf www.velo-antwerpen.be

    Mit dem Auto: In geringer fußläufiger Entfernung befinden sich mehrere öffentliche Parkhäuser wie u. a. Parking Scheldekaaien Noord

    Achtung: Denken Sie bitte daran, dass die gesamte Antwerpener Innenstadt zur Umweltzone erklärt wurde. Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.slimnaarantwerpen.be/LEZ

    Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: die Kirche ist mit der Straßenbahn 7 (in Richtung Eilandje – Haltestelle Klapdorp) erreichbar. Von dort sind es nur noch wenige Minuten zu Fuß.

    Planen Sie Ihre Route auf Google Maps

    Kontakt

    Sint-Paulusstraat 22
    2000 Antwerpen

    admin.kfsp.caroline@skynet.be
    tel. + 32 (0)3 231 31 48
    www.sint-paulusparochie.be
    facebook | instagram

    Für Einzelbesucher

    April – Oktober
    Täglich: 14.00 – 17.00 Uhr

    November – März
    Samstag und Sonntag: 14.00 – 17.00 Uhr

    • Auf Niederländisch, Französisch, Englisch und Deutsch
    • Kostenlos ohne vorherige Buchung

    Für Gruppen

    • Auf Niederländisch, Französisch, Englisch und Deutsch
    • 85 € pro Gruppe für eine maximal zweistündige Führung
    • Maximal 20 Personen pro Gruppe

    Es werden auch Führungen für Schulen, sowie wie für Blinde und sehbehinderte Menschen angeboten.

    Bitte immer im Voraus buchen. Bei der Buchung werden maßgeschneiderte Vereinbarungen getroffen.

    Informationen und Buchungen per E-Mail an sintpaulusvrienden@proximus.be oder telefonisch unter der Nummer +32 (0)3 232 32 67.

    Überraschung

    Die St. Pauluskirche ist ein Wahrzeichen des alten Antwerpener Hafenviertels. Dort erwarten Sie eine imposante Überraschung und ein intensives Erlebnis. Freuen Sie sich auf den künstlerischen Reichtum der Kirche (ein wunderbares Ensemble), die Stille mitten im Herzen der Stadt und die pulsierende Gemeindearbeit.

    Von der Kloster- zur Pfarrkirche

    1571 war ein wichtiges Jahr im Leben der St. Pauluskirche. Fast drei Jahrhunderte nach dem Bau der ersten kleinen Kirche wurde eine neue, größere Kirche eingeweiht, deren Standort auch etwas erhöht worden war, weil die alte Kirche bei Springflut des Öfteren unter Wasser stand.

    Die Kirche war Bestandteil des größten Klosterkomplexes der Dominikaner. Sie ließen sich bereits in den 1240er Jahren in Antwerpen nieder, um dort den wahren Glauben zu verkünden. 1796 wurde ihr Kloster von der französischen Regierung aufgelöst und einige Jahre später die St. Pauluskirche dann zu einer Pfarrkirche. Die Ausstattung war zum Glück von Zerstörungen verschont geblieben. Das war auch der Fall, als 1968 ein großer Brand in der Kirche ausbrach. Die Schäden konnten inzwischen behoben werden.

    Licht und Raum

    Die St. Pauluskirche ist zwar ein gotisches Bauwerk, das Mobiliar und die Kunstwerke, sowie auch die imposante Bekrönung des „Laternenturms” stammen jedoch größtenteils aus dem barocken 17. Jahrhundert. Auch das Portal ist der Barockzeit zuzuordnen. Die bemerkenswerte Tiefenwirkung in der Kirche wird u. a. durch den sehr langen Chor hervorgerufen. Licht und Raum erzeugen ein virtuoses Spiel. Strenge Gotik und dynamischer Barock bilden eine wunderbare Harmonie.

    Schatzkammer

    Seit 2001 können Sie auch die Schatzkammer der Kirche besuchen, die Objekte aus sage und schreibe 800 Jahren beherbergt. Was dort bewundert werden kann, stammt teilweise aus dem ehemaligen Dominikanerkloster, sowie aus der verschwundenen Antwerpener St. Walburgiskirche und zwei Jahrhunderten als Pfarrkirche. Neben strahlenden goldenen, mit Diamanten besetzten Kirchenschätzen können Sie hier auch Zeugnisse frommer Gemeindemitglieder entdecken.

    Entdecken Sie mehr über die Geschichte der Kirche (topa.be)

    In der St. Pauluskirche können Sie die ausgewogene reiche Innenausstattung bewundern, die Antwerpener Maler, Bildhauer und Möbelschreiner für diesen Ort geschaffen haben: ein wunderbar helles und leichtes Interieur erfüllt von verspielter Bewegung.

    Fünf Höhepunkte

    1. Serie von Meisterwerken erstklassiger Maler

    Wer gut hinschaut, erkennt vielerorts Rosenkränze, die Gebetskette der katholischen Gläubigen. Das hat seinen Grund: Papst Pius V., ein Dominikaner, schrieb 1571 den Sieg der spanisch-venezianischen Flotte über die türkische Marine vor der italienischen Stadt Lepanto der Kraft des Rosenkranzgebets für Maria zu. Noch im selben Jahr wurde in Antwerpen der Orden des Heiligen Rosenkranzes gegründet, der auch heute noch besteht.
    1617 finanzierten u. a. die Mitglieder dieses Ordens eine zusammenhängende Spitzenserie bestehend aus 15 Gemälden angefertigt von 11 Antwerpener Meistern, darunter auch Rubens, Van Dyck und Jordaens. Sie hängen bis heute an der Stelle, für die sie einst geschaffen wurden, und stellen die 5 freudenreichen, die 5 schmerzhaften und die 5 glorreichen Geheimnisse aus dem Leben Marias dar.

    2. Glaube und Wahrheit

    Peter I. Verbrugghen und sein Sohn fertigten 1670 den marmornen Hauptaltar an und verwendeten dabei die Farben der Dominikaner: Schwarz und Weiß. Weiß symbolisiert die Armut, für die sich die Mönche entschieden, und schwarz Trauer und Schmerz über den sündigen Menschen. Glaube und Wahrheit sind für die Mönche von ausschlaggebender Bedeutung. Genau das stellen auch die beiden Figuren oben rechts dar.

    3. Meisterwerke der Holzschnitzkunst

    Wie stellt man den Kampf zwischen Gut und Böse dar, der in jedem Menschen herrscht? Reue und Buße? Sehen Sie sich die 10 Beichtstühle von Peter I. Verbrugghen und seinem Atelier (1658-1660) einmal etwas genauer an. Sie regen schon allein aufgrund der rund 500 kleinen Engel samt ihrer Attribute die Fantasie an. Sie bekommen davon (trotz all Ihrer Sünden) schlagartig gute Laune und auch die 40 lebensgroßen Figuren tragen sicher mit dazu bei.

    4. Orgel von europäischem Format

    Die imposante Orgel – ein europäisches Meisterwerk – sollten Sie sich unbedingt anhören. Das ist beispielsweise bei den Orchestermessen möglich, die an Feiertagen in der St. Pauluskirche stattfinden. Der Orgelschrank wurde in den 1650er Jahren von Peter I. Verbrugghen geschaffen. Das Instrument selbst ist mehrmals – u. a. 1730 von dem großen Jean-Baptiste Forceville – umgebaut worden.

    5. Stummes Freilichttheater: der Kalvarienberg

    Dieses theatralische Gruppenkunstwerk – ein erstarrtes Freilichttheater – stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es besteht aus sage und schreibe 63 lebensgroßen Skulpturen und 9 Reliefs. Den Höhepunkt bildet der eigentliche Kalvarienberg, ein künstlich angelegter Felsen. Christi Tod am Kreuz und seine Auferstehung aus dem Grab bilden das Kernstück des christlichen Glaubens.

    Entdecken Sie mehr über die reiche Sammlung der Kirche (topa.be)

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